Trockener Husten ist besonders schmerzhaft

Alles fängt meist mit einem Kratzen oder einem leichten Kitzeln im Hals an, das das Sprechen erschwert. In der Folge entsteht oft ein schmerzhaftes Stechen im Brustbereich. Davon würde man sich gerne befreien, doch es ist nicht einfach. Trockener Husten ist oft langwierig, die Ursachen sind sehr vielfältig.

Was ist ein trockener Husten?

Ein trockener Husten lässt sich am besten dadurch einordnen, indem man ihn gegenüber anderen Hustenarten abgrenzt. Ein dafür häufig verwendetes Unterscheidungsmerkmal ist der Auswurf beim jeweiligen Husten. So ist ein produktiver Husten zum Beispiel durch ein meist gelblich-grünliches Sekret gekennzeichnet. Bei einem unproduktiven Husten hingegen – zu dem ein trockener Husten gezählt wird – ist die Erkrankung (noch) nicht mit dem Auswurf von Schleim verbunden. Ist eine Erkältung die Ursache für einen trockenen Husten, kann sich dies jedoch schnell ändern.

Welche Ursachen hat ein trockener Husten?

Ähnlich wie bei Husten im Allgemeinen sind die Ursachen, die zu einem trockenen Husten führen, äußerst vielfältig. Nicht nur Erkrankungen der Atemwege lösen einen trockenen Husten aus. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Gründe für die Entstehung eines trockenen Hustens aufgelistet:

  • Ausgetrocknete Schleimhäute sind häufig eine Ursache für trockenen Husten. Dies wird zum Beispiel dadurch hervorgerufen, dass die Raumluft nicht feucht genug ist.
  • Ein Infekt im Bereich des Rachens und des Halses bedingt das Entstehen von trockenem Husten.
  • Allergien – zum Beispiel aufgrund der Einnahme von Medikamenten aber auch gegen Milben Pflanzen oder Putzmittel – können Ursache eines trockenen Hustens sein.
  • Der übermäßige Konsum von Alkohol ist ebenso ein Entstehungsgrund für den trockenen Husten, da er dem Körper als Ganzes Flüssigkeit entzieht.
  • Trockener Husten kann auch das Rauchen zurückzuführen sein, denn auch Zigaretten lassen den Körper schneller austrocknen.
  • Trockener Husten kommt auch als Symptom von Reflux, Verspannungen von Muskeln oder Entzündungen des Kehlkopfes vor.
Sind Sie sich unsicher, welche Ursache bei Ihnen für den trockenen Husten infrage kommt, suchen Sie am besten Ihren Hausarzt auf. Dieser kann mittels einer Untersuchung, beispielsweise mit dem Stethoskop, feststellen, welcher Auslöser zu den Beschwerden geführt hat.

Dauert ein trockener Husten länger als drei Wochen an, sollten Sie immer sicherheitshalber einen Arzt konsultieren. Der Husten kann sonst chronisch werden.

Was hilft gegen einen trockenen Husten?

Bei einem trockenen Husten – der die Ausmaße eines Kloßes im Hals annimmt – steht vor allem ein Ziel im Vordergrund: nämlich das Befeuchten des lädierten Rachens. Prinzipiell existieren zwei Wege, wie man einen trockenen Husten behandeln kann. Die erste Variante ist die medikamentöse Therapie, die einen vorhergehenden Arztbesuch notwendig macht, denn nur er oder sie kann ein Rezept für eine verschreibungspflichtige Arznei ausstellen. Wenn Sie diesen Weg der Behandlung wählen, werden Sie vermutlich ein Präparat zum Beispiel auf der Basis des Wirkstoffs Codein erhalten. Dieses ist geeignet, den schmerzhaften trockenen Husten zu stillen, um auf diese Weise zur Linderung beizutragen.

Verläuft die Erkrankung eher mild, können Sie aber genauso selbst tätig werden und dessen Symptome mit dem Einsatz von Hausmitteln gegen trockenen Husten bekämpfen. So gilt es beispielsweise als zielführend, genug Flüssigkeit – am besten Tee oder auch eine Hühnersuppe – in kleinen Schlückchen zu sich zu nehmen. Auch das Inhalieren mit heißem Wasserdampf kann dazu beitragen, den trockenen Husten abzumildern.

Da der trockene Husten in der großen Mehrheit aller Fälle durch eine unzureichende Versorgung der Schleimhäute mit Feuchtigkeit hervorgerufen wird, empfehlen sich darüber hinaus weitere prophylaktische Maßnahmen. Dazu zählt beispielsweise das Anbringen von Luftbefeuchtern oder man kann ebenso durch das Öffnen der Fenster die Sauerstoffzirkulation erhöhen. Beide Maßnahmen tragen zur Vermeidung einer zu trockenen Raumluft bei.