Luftröhre und Lunge

Luftröhre

Die Luftröhre (in der Fachsprache Trachea genannt) stellt die Verbindung zwischen den äußeren Atmungsorganen (Nase und Rachen) und der Lunge mit den Bronchien dar. Sie ist ein 10 bis 12 cm langer, elastischer Schlauch mit einem Durchmesser von 12 mm. Die Luftröhre beginnt – bezogen auf die dahinter liegende Wirbelsäule – auf Höhe des 6./7. Halswirbels und endet auf der Höhe des 4. Brustwirbels. Dort teilt sie sich in zwei Hauptbronchien auf. Sie liegt ventral (also vor) der Speiseröhre und kann daher leicht beim Abtasten des Halses mit den Fingern erfühlt werden.

Damit sie beim Ein- und Ausatmen nicht kollabiert, ist die Luftröhre mit hufeisenförmigen Knorpeln ausgekleidet, die untereinander mit speziellen Bändern (die sogenannten Ligamenta anularia) verbunden sind. Die Hinterwand der Luftröhre besteht aus muskelähnlichen Strukturen.

Um die Luftröhre sauber und frei von Fremdpartikeln zu halten, ist die gesamte Innenwand mit einer Schleimhaut überzogen. Ein Flimmerepithel innerhalb der Luftröhre (auch respiratorisches Epithel genannt) sorgt dafür, dass Schleim und Fremdkörper (beispielsweise Staubteilchen) nach oben transportiert werden. Sie werden dann durch Husten oder Räuspern aus den Atemwegen befördert.

Neben der Säuberung der Atemluft hat die Luftröhre außerdem die Aufgaben, die eingeatmete Luft anzuwärmen und zu befeuchten.

Lunge

Darstellung der Lunge
Täglich atmen wir Menschen 10.000-20.000 Liter Luft ein, wovon nur etwa ein Fünftel Sauerstoff ist, den wir zum Leben benötigen. Die Lunge hat hierbei die Aufgabe, den Sauerstoff in den Körper aufzunehmen, ihn weiterzuleiten und das durch die Atmung entstandene Kohlendioxid wieder auszuatmen. Pro Minute atmet man ca. 12- bis 18-Mal ein, bei körperlicher Belastung steigt die Atemfrequenz um ein Vielfaches an. Pro Atemzug wird dabei etwa ein halber Liter Luft ein- und ein halber Liter wieder ausgeatmet.

Die Lunge teilt sich in zwei Lungenflügel (rechter und linker Lungenflügel) auf, die jeweils von einem Bronchienast versorgt werden. Die Hauptbronchien wiederum teilen sich rechts und links in jeweils zwei Lappenbronchien auf. Diese Lappenbronchien verzweigen sich weiter, bis sie schließlich in die Lungenbläschen (die Alveolen) übergehen. Das Kapillarnetz der Lungenbläschen, das von einer extrem dünnen Gewebsschicht umgeben ist (etwa 1 Mikrometer Dicke), sorgt für die Beladung des Blutes mit Sauerstoff. Das Blut fließt durch die Kapillaren, nimmt Sauerstoffmoleküle auf und gibt gleichzeitig Kohlendioxid ab.