Mandelentzündung: ein häufiger Grund für einen Arztbesuch

Junge mit Mandelentzündung wird von einer Ärztin behandelt.
Eine Mandelentzündung (Tonsillitis) kann ebenfalls eine Folgeerkrankung einer Erkältung sein. Sie tritt am häufigsten während einer Erkältung bei Kindern und Jugendlichen zwischen dem 5. und 15. Lebensjahr auf. Aber auch Erwachsene erkranken daran.

Die Mandelentzündung zählt zu den 20 häufigsten Anlässen, weshalb Patienten eine Arztpraxis aufsuchen. Die Gründe sind dann in der Regel starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, die über das normale Maß während einer Erkältung hinausgehen.

Wie wird die Mandelentzündung übertragen?

Zu den Überträgern einer Mandelentzündung zählen beispielsweise Streptokokken, die mit Antibiotika behandelt werden können. Eine akute Mandelentzündung kann durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Wird sie mit Antibiotikum behandelt, ist sie bereits nach 24 Stunden nicht mehr ansteckend.

Muss ich bei einer Mandelentzündung zum Arzt?

Eine leichte Mandelentzündung kann durchaus selbst behandelt werden. Erst wenn die Symptome nicht besser werden oder sich sogar noch verschlimmern, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn aus einer akuten Mandelentzündung kann schnell auch eine chronische werden. Dann sind die Mandeln dauerhaft gerötet und geschwollen, die Symptome aber nicht so stark ausgeprägt. Der Patient klagt häufig über einen schlechten Geschmack im Mund und ist anfälliger für andere Infektionen. Hinzu kommt oft Mundgeruch.

Bei einer chronischen Mandelentzündung kann darüber nachgedacht werden, die Mandeln operativ entfernen zu lassen (Tonsillektomie). Auch wenn eine Mandelentzündung häufiger als viermal im Jahr auftritt, sollte mit einem Arzt über eine Operation gesprochen werden. Diese Methode ist inzwischen ein routinemäßiger Eingriff im HNO-Bereich und zählt zu den am häufigsten geplanten Operationen überhaupt.