Halsschmerzen beim Baby richtig behandeln

Halsschmerzen sind bei Babys gar nicht so selten. Besonders in der kalten Jahreszeit trifft es auch die ganz Kleinen. Meist sind die Halsschmerzen harmlos und verschwinden nach ein paar Tagen von alleine. Bis dahin kann man die Beschwerden mit verschiedenen Maßnahmen zumindest etwas lindern.

Halsschmerzen beim Baby erkennen

Halsschmerzen treten auch bei Babys meist als Folge einer Erkältung auf. Dahinter steckt in der Regel eine Virusinfektion. Fast 200 verschiedene Viren können Halsschmerzen auslösen. In diesem Fall helfen Medikamente nur wenig. Lediglich, wenn eine bakterielle Infektion die Ursache für die Halsschmerzen ist, können Antibiotika den Krankheitsverlauf verkürzen.

Viele Eltern erkennen schnell, was ihrem Baby fehlt. Ein Säugling, der unter Halsschmerzen leidet, zeigt dies durch körperliche Symptome:

  • Das Kind wird meist missmutig und weint gegebenenfalls häufiger als sonst.
  • Schreit das Baby besonders viel beim Trinken, leidet es vermutlich unter Schluckbeschwerden.
  • Viele Babys schlafen deutlich mehr, wenn sie krank sind.
  • Der Rachen ist gerötet.
  • Hinzu kommen oft weitere Erkältungssymptome wie eine verstopfte Nase oder Husten.
Gerade Winterbabys, also Säuglinge, die in der kalten Jahreszeit zur Welt kommen, erwischt es oft schon in den ersten Lebenswochen. Das liegt daran, dass das Immunsystem erst aufgebaut werden muss. Säuglinge sind daher für Keime besonders anfällig.

Bei Halsschmerzen unbedingt zum Arzt

Zeigt ein Baby Symptome, ist der Gang zum Arzt unbedingt ratsam. Zwar steckt in den allermeisten Fällen eine harmlose Erkältung dahinter, bei kleinen Kindern ist es aber besonders wichtig, eine eindeutige Diagnose zu erhalten. Das Risiko, dass sich doch eine schwerwiegendere Krankheit hinter den Halsschmerzen verbirgt, ist in Anbetracht des noch labilen Immunsystems eines Babys einfach zu groß.

Der Kinderarzt wird das Baby mit dem Stethoskop abhören, um festzustellen, ob die Atemwege verschleimt sind. Außerdem untersucht er den Rachenraum und überprüft, ob das Kind Fieber hat. Auch das Gespräch mit den Eltern, also eine Anamnese, über das aktuelle Verhalten des Kindes ist hilfreich, um eine gesicherte Diagnose zu stellen.

Halsschmerzen beim Baby – Was hilft?

Bei Babys kommen häufig homöopathische Mittel in Form von Globuli zur Behandlung zum Einsatz. Bei Halsschmerzen, die mit einer normalen Erkältung beginnen und sich zu einer Rachenentzündung entwickeln, wirken insbesondere Phytolacca und Lycopodium clavatum sehr gut:

  • Phytolacca wird aus der Kermesbeere gewonnen, die in Nordamerika zu Hause ist.
  • Lycopodium clavatum bezeichnet den in Deutschland und Österreich beheimateten Keulen-Bärlapp. Das homöopathische Mittel Lycopodium stellt man aus den frischen Sporen der Pflanze her. Lycopodium kommt bei allen Infekten der oberen und unteren Atemwege zum Einsatz.
Sofern eine Virusinfektion vorliegt, können andere Medikamente vom Arzt lediglich die Schmerzen lindern. Bei sehr starken Schmerzen greifen Kinderärzte meist auf Paracetamol oder Ibuprofen zurück. Beide Präparate gibt es als Zäpfchen für Babys und Kleinkinder.

Hausmittel gegen Halsschmerzen für Babys

Gegen Halsschmerzen gibt es viele sehr effektive Hausmittel. Allerdings sind nicht alle für Babys geeignet. Halswickel beispielsweise sollten bei Kindern unter zwei Jahren nicht angewendet werden. Auch Gurgeln schließt sich aus, da Babys dies noch nicht eigenständig tun können. Das Wichtigste ist darum, den Hals des Babys warmzuhalten und die Schleimhäute so gut es geht zu befeuchten. Achten Sie daher darauf, dass das Baby so viel wie möglich trinkt. Babys, die bereits Tee trinken, kann man Kräutertees wie beispielsweise Kamille geben. Dies wirkt reizlindernd.

Unser Tipp: wohltuendes Eincremen

Salbei und Thymian können bei kleineren Babys auch auf die Brust gerieben werden. Majoranbutter aus der Apotheke erleichtert das Atmen, wenn sie unter die Nase aufgetragen wird.
Halten Sie die Räume warm und sorgen Sie gleichzeitig für ein ausgeglichenes Raumklima. Die Luft sollte keinesfalls zu trocken sein, um die Schleimhäute nicht zusätzlich zu reizen. Feuchte Handtücher oder mit Wasser gefüllte Schalen auf der Heizung helfen gut gegen trockene Heizungsluft.