Was hilft gegen Halsschmerzen?

Wenn eine Halsentzündung der Grund für Halsschmerzen ist, kann diese auf verschiedenste Weise therapiert werden. Das Spektrum ist breit: von der Schmerztablette über Hausmittel bis hin zum Pflanzenextrakt. Welches Mittel gegen Halsschmerzen am besten hilft, ist sehr individuell. Halsschmerzen dauern meist nur ein paar Tage an. Ein Arztbesuch ist dann nicht unbedingt notwendig. Im Volksmund heißt es daher: Halsschmerzen brauchen ohne Arzt eine Woche, mit Arzt sieben Tage. Solange keine Symptome wie hohes Fieber, Eiterbeläge im Rachenraum oder akute Atemnot auftreten, kann man das lästige Kratzen zunächst in Eigenregie bekämpfen. Dafür gibt es eine Vielzahl an Mitteln gegen Halsschmerzen.

Welche Mittel gegen Halsschmerzen gibt es?

Sobald Halsschmerzen auftreten, folgt für viele Menschen der Gang zur Apotheke. Die Auswahl an Präparaten ist sehr groß. Da der Auslöser für eine entzündliche Halskrankheit meist eine Virusinfektion ist, können klassische Medikamente die Ursache nur bedingt bekämpfen. Die meisten Wirkstoffe aus der Apotheke zielen eher darauf ab, die Schmerzen zu mildern. Das Mittel der Wahl gegen Halsschmerzen sind meist Lokalanästhetika, die beispielsweise als Lutschpastillen angeboten werden. Sie betäuben den Rachenraum leicht, sodass der Schmerz zumindest eine Zeit lang verschwindet. Bei starken Schmerzen sind bekannte Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol die bessere Wahl. Sie nehmen über mehrere Stunden den Schmerz und sind in der Regel gut verträglich.

Halsschmerzen mit der Kraft der Natur bekämpfen

In der Apotheke erhält man außerdem ein großes Spektrum an pflanzlichen Mitteln gegen Halsschmerzen. Gerade während der Schwangerschaft greifen viele Frauen darauf zurück.

Zu den bewährtesten Heilpflanzen gehören:

  • Isländisch Moos
  • Primelwurzelextrakt
  • Kapuzinerkresse
  • Malve
  • Spitzwegerich
  • Sauerampfer
  • Gelber Enzian
  • Eisenkraut
  • Schwarzer Holunder

Einige davon werden als Lutschpastillen angeboten, andere als Tee oder Extrakt. Die Wirkung ist sehr unterschiedlich. Viele Heilpflanzen sind entzündungshemmend, schleimlösend und reizlindernd. Andere haben sogar eine antivirale Wirkung und sind den klassischen Medikamenten damit überlegen. Obwohl Mittel aus der Natur als sanft gelten, sollten Sie bei der Behandlung von Babys oder Kindern zuvor einen Arzt um Rat fragen.

Auch in der Homöopathie setzt man vorwiegend auf die Kraft der Pflanzen. Die Auswahl an Mitteln gegen Halsschmerzen ist bei dieser Naturheilmethode ebenfalls vielfältig.

Wirksame Hausmittel gegen Halsschmerzen

Über die Jahrhunderte haben sich darüber hinaus viele Hausmittel gegen Halsschmerzen sehr bewährt. Allen voran das Gurgeln, denn damit lassen sich die Schleimhäute sehr gut befeuchten. Das nimmt den Schmerz und unterstützt den Heilungsprozess. Zum Gurgeln eignen sich Kräutertees aus Thymian oder Salbei. Aber auch mit Salz können sehr gute Resultate erzielt werden. Viele Menschen verspüren nach dem Gurgeln mit einer Salzlösung eine sofortige Schmerzlinderung.

Auch Halswickel gehören zu den beliebtesten Methoden, um das Wohlbefinden bei Halsschmerzen und Erkältung zu verbessern. Bei überlasteten Stimmbändern oder Heiserkeit wirken Halswickel ebenfalls sehr gut. Je nach Symptomen und Krankheitsverlauf kann man warme oder kalte Wickel anwenden. Zutaten wie Quark, Kartoffeln oder Zwiebeln unterstützen den heilenden Effekt eines Halswickels. Bei Babys oder Kleinkindern, die unter Halsschmerzen leiden, sind Halswickel jedoch nicht beziehungsweise erst ab zwei Jahren empfohlen. Weitere Hausmittel zur Behandlung von Heiserkeit haben wir für Sie zusammengestellt.

Selbsthilfe bei Halsschmerzen

Abgesehen von den vielen bewährten Mitteln gegen Halsschmerzen, kann man auch einfach durch die Ernährung und das eigene Verhalten den Krankheitsverlauf beeinflussen. Leidet man unter einer entzündlichen Erkrankung mit Halsschmerzen, ist es beispielsweise unerlässlich, möglichst viel zu trinken. Kräutertee und stilles Wasser auf Zimmertemperatur sind am besten geeignet. Dadurch werden gereizte oder trockene Schleimhäute mit Feuchtigkeit versorgt. Wenn Fieber und andere Symptome hinzukommen, gilt es, im Bett zu bleiben. Das Immunsystem arbeitet während einer Infektion auf Hochtouren, um die Krankheit einzudämmen. Damit unser Körper seine Kräfte bündeln kann, ist es wichtig, ihm viel Ruhe zu gönnen.