Was ruft Lippenherpes hervor?
Eine Infektion mit Herpesviren wird durch sogenannte Herpes-Simplex-Viren hervorgerufen, von denen es zwei Hauptklassen gibt: das Herpes-Simplex-Virus 1 und das Herpes-Simplex-Virus 2. Sie unterscheiden sich im Krankheitsbild jedoch nur geringfügig.
Hinsichtlich der Lokalisation der Infektion werden im klinischen Bild mehrere Herpes-Infektionen unterschieden. Die zwei wichtigsten sind der Herpes simplex labialis (der Lippenherpes) und der Herpes simplex genitalies (der Genitalherpes).
Eine Erstinfektion mit dem Herpesvirus bleibt häufig unbemerkt. Das Virus verbleibt danach ein Leben lang im Körper und kann die Krankheit immer wieder ausbrechen lassen (man bezeichnet dies auch als eine persistierende Infektion). An diesem immer wiederkehrenden Lippenherpes leiden etwa 15-30% der Bevölkerung.
Symptome bei Lippenherpes
Besonders bei einer Erkältung, wenn der Körper sowieso schon geschwächt ist, können die Viren wieder aktiv werden und zum Lippenherpes führen. Oftmals werden die lästigen Bläschen an Lippe und Mundwinkel auch Fieberbläschen genannt, weil sie vermehrt bei einer Erkältung auftreten.
Lippenherpes kündigt sich meist durch ein Brennen, durch Rötung der Haut und durch Spannungsgefühl im Mundbereich an. Danach treten zunächst nur kleine Bläschen auf, meistens mehrere dicht beieinander. Sie können durch Lippenbewegungen oder durch Berührung schnell aufreißen, was sehr schmerzhaft sein kann. Durch entsprechende Salben in der Apotheke kann eine Heilung in jedem Fall beschleunigt werden.
Ist Herpes ansteckend?
Lippenherpes ist äußerst ansteckend, jedoch nur, wenn auch eine akute Infektion besteht. Sind die Bläschen aufgeplatzt, sollte dringend auf engen Körperkontakt, wie beispielsweise Küssen, verzichtet werden. Der Genitalherpes kann bei Geschlechtsverkehr übertragen werden. Wenn zum Zeitpunkt einer Entbindung eine Infektion mit Herpes bei der werdenden Mutter festgestellt wurde, können die Herpesviren bei der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden.
