Infektion mit Viren

Darstellung von Erkältungsviren
Unser Körper besitzt einen wirksamen Abwehrmechanismus, mit dem wir uns gegen die vielen Viren und Bakterien, die in der Atemluft zu finden sind, wehren können: das Immunsystem. Das Abwehrsystem unseres Körpers hat tagtäglich mit unzähligen Eindringlingen (Viren, Bakterien, Pilze) zu tun, die durchs Einatmen, über die Haut und durch den Mund in den Organismus gelangen. Eine zentrale Rolle dabei spielen Viren.

Was Viren auszeichnet

Viren sind hochinfektiöse Partikel, die sich nur innerhalb einer geeigneten Wirtszelle vermehren können. Ihre Verbreitung geschieht dabei aber ausschließlich extrazellulär, d.h. außerhalb von Zellen (beispielsweise über die Luft). Da Viren keinen eigenen Stoffwechsel besitzen, sondern in sich nur die Information und das Programm für ihre Vermehrung enthalten, benötigen sie eine Wirtszelle, um sich vermehren und verbreiten zu können. Diese Wirtszelle baut die genetische Information des Viruspartikels in ihr eigenes Erbmaterial an und verhilft dem Eindringling dann bei ihrer eigenen Zellteilung zu einer raschen Vermehrung.

Alle Organismen, die es gegenwärtig auf der Erde gibt (man schätzt die Zahl verschiedener Organismen auf etwa 1,8 Millionen), können ein Wirt für ein bestimmtes Virus sein. Von allen Virenarten, die es weltweit gibt, sind bisher jedoch nur rund 3000 verschiedene Arten identifiziert worden. Man kann jedoch davon ausgehen, dass es noch weitaus mehr Virenarten gibt.

Gegen viele Viren gibt es eine Impfung

Viren sind höchst wandlungs- und anpassungsfähig. Sie können durch die Luft, durch Körperkontakt oder durch Körperflüssigkeiten übertragen werden. Daher gilt es – besonders bei Infektionen wie einer Erkältung –, auf ausreichende Hygiene zu achten. Bei einigen Virusarten existieren darüber hinaus wirkungsvolle Impfungen, die eine Ansteckung verhindern können. Impfstoffe werden häufig aus abgetöteten Bruchstücken von Viren hergestellt und sollen eine Immunantwort im Körper auslösen.

Diese Immunantwort in Folge einer Impfung führt dann zur Ausbildung von Antikörpern und speziellen Zellen innerhalb des Immunsystems. Sie verhindern bei erneutem Kontakt mit dem entsprechenden Virus, dass die Krankheit ausbricht. Allerdings schützen nicht alle Impfungen zu 100% vor einer Ansteckung. In einigen Fällen ist die Ansteckungsrate um 80-90% niedriger.