Diagnose Grippe

Frau liegt mit Grippe im Bett
Viele Patienten, die an einer normalen Erkältung erkrankt sind, sprechen von einer Grippeerkrankung. Dies trifft jedoch nur in wenigen Fällen wirklich zu. Auch wenn sich die Symptome der Erkältung und der Grippe anfangs zu ähneln scheinen, so nimmt die Grippe immer einen weitaus schlimmeren Verlauf. Auch die Grippe wird durch Viren übertragen, allerdings nicht durch Erkältungsviren. Grippeviren zählen zur Gruppe der Influenzaviren, die in Typ A und B eingeteilt werden. Die Inkubationszeit bei einer Grippe reicht von wenigen Stunden über einige Tage. Dabei werden die Grippeviren durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen.

Wie äußern sich die Symptome einer echten Grippe?

Eine Grippe beginnt – im Gegensatz zur Erkältung – ganz plötzlich. Man fühlt sich am Abend noch fit und kann am nächsten Morgen mit hohem Fieber aufwachen. Dabei treten bei einer Grippe die üblichen Erkältungssymptome sehr stark auf. Der Husten ist quälend und mitunter schmerzhaft, Kopf- und Gliederschmerzen sind stark und langanhaltend. Bei einer Grippe kann das Fieber auf 40°C und höher steigen, oft kommt es dadurch auch zu einer Kreislaufschwäche.

Auftretende Halsschmerzen werden häufig so stark, dass selbst das Atmen Schmerzen bereiten kann. Durch die heftigen Grippesymptome ist der Erkrankte nicht fähig, das Bett zu verlassen. Hinzu kommen Appetitlosigkeit und ein starker Erschöpfungszustand.

Schnupfen, wie er bei einer Erkältung vorkommt, tritt bei einer echten Grippe hingegen in der Regel nicht auf.Anders als bei einer Erkältung stellt sich bei einer Grippe in den ersten Krankheitstagen keine wesentliche Besserung der Beschwerden ein. Die Symptome können sieben bis 14 Tage anhalten, allerdings kann sich der durch die Grippe bedingte körperliche Schwächezustand noch einige Wochen länger hinziehen.

Auftretende Sekundärinfektionen machen die Grippe so gefährlich

Häufig sind nicht die Grippeviren selbst so gefährlich, sondern die bakteriellen Sekundärinfektionen, die auch als Folgeerkrankung einer Erkältung auftreten können. Durch die Grippe ist der Körper so geschwächt, dass er mit anderen Infektionen kaum mehr fertig wird. Häufige Folgeerkrankungen einer Grippe sind Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis), Herzmuskelentzündungen oder Entzündungen innerhalb der Skelettmuskulatur.

Bei äußerst schweren Grippeverläufen kann es bei immungeschwächten Personen oder bei Personen ohne Impfschutz zu einer grippebedingten Lungenentzündung kommen, die dann auch in kurzer Zeit zum Tod führen kann.

Gegen die Grippe existiert eine wirkungsvolle Schutzimpfung, die vor allem ältere Personen und chronisch Kranke in Anspruch nehmen sollten.