Erkältung bei Babys & Kindern

Kinder erkranken im Durschnitt viel öfter an einer Erkältung als Erwachsene, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Viren haben so ein leichtes Spiel, sich im Körper anzusiedeln.

Wie verläuft eine Erkältung bei Kindern?

Kleine Junge liegt mit Erkältung auf dem Sofa.
Eine Erkältung bei Kindern verläuft in der Regel wie bei Erwachsenen auch. Es treten Halsschmerzen, Schnupfen und Husten auf. Das Kind fühlt sich schlapp und ist womöglich auch etwas weinerlicher als sonst. Bei Kindern kann das Fieber allerdings weitaus höher ausfallen als bei einem Erwachsenen, der sich eine Erkältung eingefangen hat. Kinder haben nicht selten über 38,5°C Fieber, auch wenn sie nur eine normale Erkältung haben. Hier kann man auf fiebersenkende Mittel zurückgreifen. Falls das Fieber über 39°C steigen sollte, ist ein Arztbesuch angezeigt. Er verschreibt in der Regel Zäpfchen, mit denen das Fieber dann schnell wieder sinkt.

Häufig helfen schon Hausmittel bei Kindern

Wenn Ihr Kind mit einer Erkältung im Bett liegt, können Sie viel tun, damit es ihm bald wieder besser geht. Häufig helfen schon Hausmittel gegen Erkältung. Achten Sie darauf, dass das Kind viel trinkt. Warme Tees, mit etwas Honig gesüßt, werden gern getrunken. Auch Säfte, die Vitamin C enthalten, können verabreicht werden. Eine warme Hühner- oder Gemüsebrühe versorgt den Körper ebenfalls mit Flüssigkeit und bringt den Elektrolythaushalt des Körpers, der durch viel Schwitzen und Flüssigkeitsverlust gestört werden kann, wieder ins Gleichgewicht.

Frisches Obst und gesunde Ernährung helfen ebenfalls bei der Heilung. Sie sollten aber bedenken, dass Ihr Kind aufgrund der Krankheit weniger Appetit verspürt als sonst. Wenn es also nicht viel essen will, sollten Sie es nicht zu größeren Portionen drängen. Warme Bäder helfen, wenn das Kind friert oder Schüttelfrost hat. Bei hohem Fieber sollte allerdings kein Bad genommen werden. Bei Kindern unter sechs Jahren sollte auf ätherische Badezusätze verzichtet werden.

Sie können Brust und Rücken Ihres Kindes vor dem Schlafengehen mit Kampfer- oder Mentholbalsam einreiben (hier gibt es auch Mittel aus der Apotheke, die wirksam sind). Das lindert Husten und Schnupfen und befreit die Nase. Allerdings sollte auch dies bei Kindern unter sechs Jahren nicht angewendet werden. Zum Schnäuzen der Nase geben Sie Ihrem Kind am besten Papiertaschentücher, die auch nur einmal verwendet werden. Gegen gerötete und wunde Haut um die Nase helfen Cremes.

Husten und Schnupfen beim Baby

Baby mit Husten und Schnupfen bekommt Hustensaft.

Erkältungsanzeichen beim Baby

Säuglinge sind besonders anfällig für Krankheitserreger, da ihr Immunsystem sich erst noch entwickeln und gegen die Erreger ankämpfen muss. So erkranken Babys und Kleinkinder auch häufiger an einer Erkältung als Erwachsene. Erstes Anzeichen einer Erkältung beim Säugling ist oft eine behinderte Nasenatmung und eine Trinkunlust. Später folgen Schnupfen, Schluckbeschwerden, Appetitmangel und Husten. Stellt sich im weiteren Verlauf Fieber ein, ist das ein sicherer Beweis, dass das Baby erkrankt ist. Das Fieber sollte nicht gleich zu Beginn der Erkrankung gesenkt werden, da es dabei hilft die Krankheit schneller zu überstehen und die Krankheitserreger abzutöten. Fieberwerte bis 39°C sind bei Babys noch tolerierbar. Sollten die Beschwerden schlimmer werden und das Fieber länger anhalten oder sehr hoch ausfallen ist unverzüglich ein Kinderarzt aufzusuchen. Dieser wird abhängig von dem Auslöser der Erkrankung und anhand der Beschwerden geeignete Mittel verordnen.

Linderung der Atemwegsbeschwerden

Um Beschwerden wie Husten und Schnupfen zu lindern, sollte Sie Ihrem Baby viel zu trinken geben. So trocknen die Schleimhäute nicht aus, der zähe Schleim in den Atemwegen löst sich besser und kann leichter abgehustet werden. Mit dem Schleim werden die Krankheitserreger ausgeschieden, was für eine schnellere Genesung sorgt. Außerdem sollte für ausreichende Luftfeuchtigkeit im Wohnraum gesorgt werden und die Raumtemperatur 20°C nicht überschreiten. Trockene Heizungsluft im Winter trocknet die Schleimhäute zusätzlich aus. Hier können ein paar feuchte Handtücher, die im Raum auf gehangen werden oder eine Schüssel Wasser, die auf die Heizung gestellt wird, Abhilfe schaffen. Sollte Ihr Baby kein Fieber haben gehen Sie regelmäßig mit ihm an die frische Luft und machen ein Spaziergang. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind entsprechend der Jahreszeit angekleidet ist. Nur bei extremen Temperaturen (Kitze, unter zehn Grad minus) sollte auf einen Spaziergang verzichtet werden.

Weitere Ursachen für lang anhaltenden Husten und Schnupfen

Husten oder Schnupfen, der sich nach einer Infektion beim Baby nicht bessert, gehört in die Hände eines Kinderarztes. Dieser kann feststellen, ob hinter dem hartnäckigen Husten eine Lungenentzündung, Bronchitis oder Keuchhusten steckt. Bei langanhaltenden Schnupfen kann eine Nasennebenhöhlenentzündung Auslöser für die Beschwerden sein. Werden diese Möglichkeiten ausgeschlossen und ist beim Baby chronischer Husten und Schnupfen weiterhin vorhanden, können auch andere Ursachen in Frage kommen.

So können Schnupfen, Atemnot oder Husten durch eine Kuhmilchallergie hervorgerufen werden. Da diese Symptome eher selten bei einer Milchallergie vorkommen, werden sie oft mit einer Infektion verwechselt. Weitaus häufiger zeigt sich eine Kuhmilchallergie durch Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Verstopfung, Durchfall) und Hautausschlag (Exzeme, Milchschorf, Nesselsucht, Neurodermitis).